1. Niedersachsen Open - Gewaltiges Faustball-Event in Delmenhorst

Kategorie: Halle 2014-2015
Veröffentlicht am Freitag, 20. Februar 2015 12:51
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Machen gemeinsame Sache (von links): Uwe Kläner vom TV Brettorf, Bodo Würdemann vom SV Moslesfehn und Harm Rykena vom Ahlhorner SV. Foto: Daniel Niebuhr

Machen gemeinsame Sache (von links): Uwe Kläner vom TV Brettorf, Bodo Würdemann vom SV Moslesfehn und Harm Rykena vom Ahlhorner SV. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst/Brettorf. Die großen Faustball-Klubs der Region veranstalten auf dem Delmenhorster Stadiongelände am 17. Mai die Niedersachsen Open – für Nationalspieler und Anfänger.

Wenn Veteranen des Faustballs zusammensitzen, kann es bis zum gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen nicht lange dauern. Natürlich passierte das auch im Vereinsheim des TV Brettorf im Mittwochabend. Bodo Würdemann vom SV Moslesfehn erzählte in kleiner Expertenrunde von einer der prägendsten Begegnungen in seiner Laufbahn. „Ich stand als Jugendlicher in den Siebzigern bei einem Turnier mal an der Theke, um mir eine Cola zu holen. Da hat mich ein Nationalspieler angesprochen“, erzählt der Trainer des Moslesfehner Zweitligateams: „Da wusste ich, wohin ich mal wollte.“

100 Mannschaften nicht utopisch

Würdemann spielte später tatsächlich für die deutsche Auswahl und will solche Erlebnisse auch der neuen Faustball-Generation ermöglichen. Zusammen mit dem TV Brettorf, dem Ahlhorner SV und dem Wardenburger TV veranstaltet Moslesfehn, unter Federführung des Turnbezirk Weser-Ems, am 17. Mai eines der größten Turniere deutschlandweit – und zwar in Delmenhorst.

Zu den 1. Niedersachsen Open wollen die Veranstalter 100 Mannschaften auf die Stadionanlage locken; ein Ziel, das „ohne Probleme“ erreicht wird, wie Würdemann prophezeit. An diesem Tag findet unterhalb der 1. Bundesliga kein Spielbetrieb statt. Das größte Turnier der Welt wird wohl zwar weiter der Wedding-Cup in Berlin mit zuletzt 250 Mannschaften bleiben – dennoch ist es eine Riesen-Sportevent.

Stadionanlage hat ideale Voraussetzungen

Für diese Mammutaufgabe spielen die großen Faustball-Vereine aus dem Bezirk organisatorisch in einem Team. Moslesfehn, der Ahlhorner SV und der TV Brettorf, die das Projekt am Mittwoch gemeinsam vorstellten, werden in fast voller Stärke anreisen – zum Spielen und zum Aufbau. „Wir haben alle schon große Meisterschaften ausgerichtet“, sagte Brettorfs Spielwart Uwe Kläner. „Aber sowas können wir nur gemeinsam schaffen.“ Damit meinte er auch die Stadt Delmenhorst, die die Stadionanlage für den 17. Mai geblockt hat. Keiner der Klubs im Weser-Ems-Gebiet hätte sonst die Voraussetzungen für ein solches Turnier, erklärt der Ahlhorner Harm Rykena.

Wiederbelebte Faustball-Tradition

Auf den vier Nebenplätzen und dem Hauptplatz entstehen zusammen 20 Faustball-Felder. „Solche Möglichkeiten finden wir nur in Delmenhorst“, sagt Kläner. Der Ausschank sei bereits an das Hotel Thomsen vergeben, das auch für Werbeplakate aufkommt. Verkehrsmäßig habe Delmenhorst „eine super Anbindung“. Und eine gewisse Faustball-Tradition: Bis Ende der siebziger Jahre gab es in der Stadt regelmäßig Großturniere. Irgendwann sei das dann aus der Mode gekommen, erinnert sich Kläner: „Die Terminflut hat solche Veranstaltungen einschlafen lassen. Ich finde, das muss wiederbelebt werden.“

Ahlhorner Bundesligaspiele im Stadion

Der Charme ergibt sich aus der bunten Mischung. Die Niedersachsen Open sind für alle Alters- und Leistungsklassen ausgeschrieben. Bundesligisten, das steht schon jetzt fest, werden neben Anfängern spielen. Das Frauen-Erstligateam des SV Moslesfehn geht an den Start, außerdem sorgt Ahlhorn für einen Leckerbissen. Der ASV hat die für diesen Tag angesetzten Bundesliga-Spiele der Damen und Herren ins Delmenhorster Stadion verlegt. „Wir Faustballer sind eine Familie. Das wollen und müssen wir pflegen. Wie geht das besser, als bei einem solchen Turnier, in dem Minis und Nationalspieler zusammenkommen?“, sagt Kläner. (Foto/Text: Daniel Niebuhr)

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